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Personenzählanlage entwickelt

Während des ersten Lockdowns im Frühjahr entstand die Idee, eine bezahlbare Anlage zu entwickeln, die Besucher in Geschäften zählt und so vorbeugen hilft, dass sich zu viele Personen in einem Raum aufhalten. Gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Technische Informatik entwickelten die IT-Professoren Daniel Barié und Daniel Günther eine Personenzählanlage, die insbesondere in Corona-Zeiten für Einrichtungen mit starkem Andrang von Besuchern nützlich sein dürfte. Vater der Idee war Studienrichtungsleiter Stefan Dorendorf, der in dem Projekt eine gute Möglichkeit sah, seinen Informatik-Studierenden zusätzliches praxisnahes Wissen zu vermitteln.

Die Anlage bedient sich des Ampelprinzips. Leuchtet die Lampe grün, darf das man passieren, bei Rot hat der Gast zu warten. „So weiß man als Besucher gleich, wenn man ein Geschäft wegen Überfüllung nicht betreten darf“, erklärt Daniel Barié, der seit Frühling 2020 eine Professur für Elektronik und Kommunikationstechnik an der DHGE innehat.

In rund 30 Lehrveranstaltungsstunden wurde den Studierenden im Rahmen eines Wahlpflichtfaches die theoretischen Grundlagen zum Projekt vermittelt. Es wurde ein Konzept erarbeitet und ein Demonstrationstyp gebaut. Acht IT-Studierende unterstützen dabei die Professoren.

„Es handelt sich hier um eine Anlage, die sich individuell an die jeweilige Infrastruktur anpassen lässt, vom Parkplatz bis hin zum Geschäft“, erklärt Daniel Günther, Professor für Technische Informatik und IT-Infrastrukturen. So hat bereits die Osterburg in Weida Interesse bekundet, die im Frühling eine Zutrittsregelung einführen wird, um Besucherströme zu kontrollieren. Um das Projekt fortführen zu können, wird nun ein Partner aus der Industrie benötigt, der auf Basis des Demonstrators ein Produkt herstellt.