Entwicklung eines Flächensensors als Forschungsprojekt in Eisenach

 

Über die Zuwendung von 175.000 EUR für das zweijährige Forschungsprojekt "QSecSense" freut sich Prof. Christian Döbel vom Standort Eisenach. Im Rahmen des Projekts soll ein Flächensensor für industrielle Anwendungen entwickelt werden, der die Position des Bedieners von Maschinen erfasst. Mit Hilfe dieser Information kann sich die Maschine beispielsweise selbst abschalten, um Menschen nicht zu gefährden, die ihr zu nah kommen oder sie kann automatisch in einen anderen Zustand wechseln. 

Schwerpunkte des Projekts sind Untersuchungen hinsichtlich der Erfassung der Anwesenheit von Menschen sowie verschiedene Möglichkeiten, Bewegungsprofile zu berechnen. Zur Erfassung von Personen sollen unterschiedliche Fasermaterialien zum Einsatz kommen, die die Gewichtskraft aufnehmen und in elektrische bzw. optische Signale übersetzen, die Signalauswertung soll mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erfolgen. Nur so ist laut Döbel sichergestellt, dass etwa Alterung und Abnutzung der Sensoren keine Rolle mehr spielen. "Die Erkenntnisse werden auch unsere Ausbildung an der Dualen Hochschule weiter verbessern, indem wir einerseits didaktische Kenntnisse hinzugewinnen und andererseits weitere Kernkompetenzen an der DHGE aufbauen", erklärt der Professor für Automatisierungs- und Regelungstechnik.

Das Forschungsprojekt wird gemeinsam mit Fa. Richter Feinwerktechnik aus Schönbrunn/ Steigerwald durchgeführt. Es ist bereits das dritte größere Forschungsprojekt, das Döbel mit dieser Firma bestreitet. Möglich wurde der Projektantrag auch durch den Beitritt der DHGE zum ZIM-Kooperationsnetzwerk "SmartPhaseNet", das durch das Technologie-, Gründer- und Förderzentrum Schmalkalden (TGF) organisiert wird. "Im Rahmen des Netzwerks werden bereits etwa 5,5 Mio. Euro Fördergelder für mittelständische Unternehmen in den Freistaat geholt", freut sich der Professor aus Eisenach, der sich weitere Forschungsprojekte mit Industriepartnern sehr gut vorstellen kann.