Ringvorlesung zu Hardware-Sicherheitslücken

Auf dem Campus Gera findet am 12. April um 15:15 Uhr eine Ringvorlesung des Studienbereichs Technik statt, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind. Zum Thema „Meltdown und Spectre: Eine neue Klasse von „Hardware-Sicherheitslücken“ in modernen Prozessen“ spricht Prof. Dr. Klaus Kusche. Er geht dabei auf die Funktionsweisen dieser Angriffe und Gegenmaßnahmen ein. Der Referent ist Professor für Kommunikationstechnik und Technische Informatik an der DHGE., die etwa 90-minütige Vorlesung findet im Audimax, Weg der Freundschaft 4 in Gera statt. Eine Teilnahme ist kostenfrei.

Meltdown und Spectre - Zwei Begriffe, die im Januar 2018 für Panik und Chaos im EDV-Bereich sorgten: "Hardware-Lücken" erlauben angeblich das Auslesen aller Daten auf allen Rechnern, egal ob Windows oder Linux, und sogar auf Handys, Tablets usw. Überstürzt wurden Sicherheitsupdates für Windows, Linux, Android, macOS und iOS, neue Versionen von Firefox und Chrome sowie BIOS-Updates bereitgestellt (und wegen schlimmer Nebenwirkungen teilweise wieder zurückgezogen), Gerüchte über die Halbierung der Geschwindigkeit aller Computer machten die Runde, und in den USA wurde eine Sammelklage gegen Intel eingereicht. Aber worum geht es wirklich, und vor allem: Was macht die Behebung dieser Sicherheitslücken so schwierig und chaotisch?

Im ersten Teil des Vortrags werden die technischen Grundlagen dargestellt, auf denen Meltdown und Spectre aufbauen. Im zweiten Teil wird zuerst beschrieben, wie die beiden Angriffe technisch funktionieren, was sie für Auswirkungen haben, und welche Prozessoren betroffen sind. Dann werden die Gegenmaßnahmen, ihre Wirkungsweise und ihre Folgen präsentiert, und es wird auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung eingegangen.