Ministerpräsident besuchte Campus Gera

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat am 25. Juli die Duale Hochschule Gera-Eisenach (DHGE) am  Campus Gera besucht. Die Visite war Bestandteil der Sommertour des Ministerpräsidenten, die unter dem Titel #Zukunft Thüringen auch einen Tagestermin in Gera vorsah. Auf dem Campus informierte sich der Ministerpräsident in einer Gesprächsrunde mit Mitarbeitern, Praxispartnern und Studierenden über die Entwicklung der Einrichtung seit ihrer Umwandlung zur Dualen Hochschule im September 2016. DHGE-Präsident Prof. Dr. Burkhard Utecht berichtete über den starken Anstieg der Studienanfängerzahlen um rund 20 Prozent bereits zum Studienbeginn 2016 sowie über aktuelle Planungen der DHGE, das Studienangebot in den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften und Sozialpädagogik weiter auszubauen. Zugleich verwies er auf die Notwendigkeit, die räumlichen Kapazitäten am Campus Gera zügig weiterzuentwickeln.

Der Ministerpräsident hob die besondere Bedeutung der Dualen Hochschule für die Personalbindung von Fach- und Führungskräften an die Region hervor. Die Praxispartner Gerhard König (Schlupfwinkel e.V. Gera) und Frank Barth (ELECTRONICON Kondensatoren GmbH Gera) bestätigten die hohe Qualität des Studiums und wünschten sich engere Kontakte der Schulen mit den Firmen und Einrichtungen. Auch sollten mehr Männer für soziale Berufe sowie mehr Frauen für technische Berufe gewonnen werden. Einen Bogen zur Praxis schlug weiterhin Dipl.-Oec. Matthias Heinevetter, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter gemeinsam mit Geras Finanzdezernentin Jacqueline Engelhardt über zwei aktuelle Projekte der DHGE berichtete: das Gemeinschaftsprojekt Kommunaler Austausch Finanzwesen (Doppik) mit Beteiligung von 35 Thüringer Kommunen sowie den Aufbau eines Labors für Digitales Dokumentenmanagement (DMS) am Campus.

Bei einem Rundgang besichtigte der Ministerpräsident anschließend auch die Elektrotechnik-Labore, in denen die Laboringenieure André Grimm und Matthias Havlicek verschiedene Versuchsaufbauten aus dem Studium vorführten, darunter auch einen virtuellen Laborrundgang per Virtual-Reality-Brille, der im Rahmen einer Studienarbeit entwickelt worden war. Zum Abschluss des Besuches folgte eine Besichtigung der Baustelle des Schlosses Tinz. Hier laufen letzte Sanierungsarbeiten an dem Barockbau, der nach Fertigstellung Anfang 2018 zusätzliche Raumkapazitäten zur Verfügung stellen wird.