Allgemeine Hinweise

 
Arbeitsbereitschaft

Die Arbeitsbereitschaft gilt als Arbeitszeit. Die Dual-Studierenden müssen sich an ihrem Arbeitsplatz befinden und von sich aus jederzeit die erforderliche Arbeit aufnehmen.
Nach § 7 Arbeitszeitgesetz sind bei der Arbeitsbereitschaft Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz zulässig.

 
Arbeitszeit

Die werktägliche Arbeitszeit darf nach § 3 Satz 1 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) acht Stunden nicht überschreiten. Verlängerungen können zulässig sein, insbesondere bei Arbeitsbereitschaft bzw. Bereitschaftsdienst oder in der Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen mit entsprechendem Zeitausgleich.

 
Bereitschaftsdienst

Der Bereitschaftsdienst gilt als Arbeitszeit. Die Dual-Studierenden müssen sich im Betrieb oder an einem bestimmten Ort aufhalten und müssen bei Bedarf die Arbeit unverzüglich aufnehmen. Nach § 7 Arbeitszeitgesetz sind bei dem Bereitschaftsdienst Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz zulässig. Die Bezahlung der Bereitschaftsdienstzeiten wird, insbesondere in Tarifverträgen, von dem Anteil der Vollarbeit während des Bereitschaftsdienstes abhängig gemacht.

 
Berufsbildungsgesetz

Die Regelungen im Berufsbildungsgesetz finden auf das Duale Studium keine Anwendung.

 
Mutterschutz

Werdende Mütter haben nach dem Mutterschutzgesetz besondere Ansprüche, insbesondere auf Verbot von Nacht-, Sonntagsarbeit sowie Höchstarbeitszeit und sie genießen einen absoluten Kündigungsschutz.

 
Nachtarbeit

Die werktägliche Nachtarbeit gemäß § 6 Arbeitszeitgesetz darf acht Stunden nicht überschreiten. Verlängerungen können zulässig sein, insbesondere in der Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen mit entsprechendem Zeitausgleich.

 
Praxispartnersatzung

Die Praxispartnersatzung der DHGE regelt die grundlegenden Vertragsbestandteile des Ausbildungsvertrages, dessen Form durch die DHGE vorgegeben wird, sowie die gegenseitigen Rechte und Pflichten des Praxispartners und der Studierenden.

Die auf der Rückseite des Ausbildungsvertragsformulars aufgeführten Nebenabreden stellen verbindliche Mindeststandards entsprechend der Praxispartnersatzung dar, deren Wirksamkeit durch weitere Nebenvereinbarungen nicht aufgehoben werden kann.
 

 
Rufbereitschaft

Die Rufbereitschaft gilt nicht als Arbeitszeit. Die Dual-Studierenden können sich an einem frei gewählten Ort außerhalb des Betriebs aufhalten, müssen aber erreichbar und nach einer festgelegten Reaktionszeit die Arbeit aufnehmen. Nach § 7 Arbeitszeitgesetz sind bei der Rufbereitschaft Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz zulässig.

 
Ruhepausen

Die Ruhepausen gemäß § 4 Arbeitszeitgesetz betragen 30 Minuten nach sechs Stunden Arbeitszeit und weitere 15 Minuten nach neun Stunden Arbeitszeit.

 
Ruhezeiten

Die Ruhezeit gemäß § 5 Arbeitszeitgesetz muss nach Beendigung der werktäglichen Arbeitszeit mindestens elf Stunden betragen. Verkürzungen der Ruhezeit sind zulässig, insbesondere in der Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, mit entsprechendem Zeitausgleich.

 
Schwerbehinderung

Schwerbehinderte Menschen haben nach dem Neunten Sozialgesetzbuch besondere Ansprüche, insbesondere auf Freistellung von Mehrarbeit sowie auf Zusatzurlaub und genießen einen besonderen Kündigungsschutz.

 
Sozialversicherung

Dual-Studierende sind kranken-, pflege-, renten- und arbeitslosenversichert, da sie den Beschäftigten zur Berufsausbildung gleichstehen.

 
Unfallversicherung

Dual-Studierende sind nach § 2 Siebtes Sozialgesetzbuch (SGB VII) gesetzlich unfallversichert, während der Theoriephasen über die Hochschule und während der Praxisphasen über den Arbeitgeber.

 
Urlaub

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt nach § 3 Bundesurlaubsgesetz 20 Tage, wenn die Studierenden in einer 5-Tage-Woche ihrer Arbeit nachgehen, bei einer 6-Tage-Woche sind es 24 Werktage. Dieser Mindesturlaub darf weder arbeits- noch tarifvertraglich eingeschränkt werden.