Prof. Bussemer mit 23 Studierenden bei der "Quanten-Exkursion" am 10. April 2026 vor dem Fraunhofer-Institut Jena

In der „Kinderstube der Quanten“

07.05.2026


Einblicke in die Zukunft der Quantenkommunikation

Zum Abschluss der beiden Vorlesungen „Quantentechnologie I“ und „Quantentechnologie II“ im besuchte Prof. Dr. Peter Bussemer am 10. April 2026 gemeinsam mit 23 Studierenden der Kurse PI 23 und TI 23 das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF auf dem Jenaer Beutenberg.

Gastgeber war Fabian Steinlechner, Professor für Quantentechnik an der Universität Jena. Bereits im Rahmen des 18. Otto-Lummer-Kolloquiums hatte er am 7. November 2025 an der DHGE zum Thema „Verschränkte Photonen und der Weg zum globalen Quanteninternet“ referiert. Inhaltlich knüpfte der Besuch damit unmittelbar an die beiden miteinander „verschränkten“ Vorlesungsteile QT I und QT II an.

Nach einer Einführung in die Grundlagen der Quantenkommunikation profitierten die Studierenden von den Vorkenntnissen, die sie sich im Rahmen eigener Projektthemen in den Lehrveranstaltungen erarbeitet hatten. Die anschließende Laborführung bot Einblicke in die „Kinderstube der Quanten“: komplexe Versuchsaufbauten zur Erzeugung verschränkter Photonen mittels Optik-Elementen wie nichtlineare Kristalle, Strahlteiler, Verstärker, Laser u.a., von denen viele aus China kommen.

Besonders beeindruckend war für die Besucherinnen und Besucher die Dynamik, mit der das Fraunhofer IOF zu einem Spitzeninstitut für optische und photonische Technologien ausgebaut wird. Bund und Freistaat Thüringen fördern den Neubau und die Ausstattung eines weiteren Forschungsgebäudes mit rund 50 Millionen Euro. Geplant ist unter anderem eine Dachkuppel für satellitengestützte Quantenkommunikation. Im Rahmen der Initiative Qunet werden dort erdgebundene Quantennetze für zukünftige Anwendungen im Weltraum vorbereitet. Dass Thüringer Technologie bereits heute eine bedeutende Rolle in internationalen Raumfahrtprojekten spielt, zeigte zuletzt auch die Artemis-II-Mission.

Die Studierenden verabschiedeten sich mit zahlreichen Fragen zum Institut und seinen rund 500 Mitarbeitenden. Lukas Treder, Kurssprecher von PI B 23, fasste die Eindrücke vieler Teilnehmender zusammen: „Wir sind überzeugt, dass in unserem künftigen Berufsleben Quantentechnologien ebenso wie Künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen werden – auch als Arbeitgeber, wie etwa am Jenaer Fraunhofer-Institut.“

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